The big Plastic-Coast-Cleanup

Andreas Winkelmann und Markus Knüfken wollen die 5.942 Km lange North Sea Cycle Route, den längsten Fahrradweg der Welt, in etwa 70 Tagen bewältigen, und dabei soviel Plastikmüll wie möglich an den Stränden und Küsten einsammeln, an denen sie ihr Zelt aufschlagen.

Der Radweg verläuft durch Belgien, die Niederlande, Deutschland, Dänemark, Schweden, Norwegen, Schottland und England. Die Route wurde am 5. Mai 2001 eröffnet.

Die EuroVelo-Route 12, Nordseeküsten-Route, in Deutschland auch als Nordseeküsten-Radweg, international North Sea CycleRoute bezeichnet, ist ein europäischer Radfernweg. Er führt über 5.942 Kilometer durch sieben Staaten entlang der Nordseeküste.

Wir werden am Stammhaus des Rowohlt-Verlags in Hamburg starten und dort nach ca. zweieinhalb Monaten wieder eintreffen. Am 05. Mai 2022, zum 21. Jubiläum des Radweges, soll es losgehen. Mitte/Ende Juli kehren wir zurück.

Da wir nicht vorhaben, auf der Tour in Hotel oder Pensionen zu übernachten, werden wir unser gesamtes Equipment mit dem Lastenbike transportieren. Unser Ziel ist es, so autark wie nur möglich unterwegs zu sein. Wir werden mit Zelt, Schlafsack und Verpflegung losfahren und wann immer es geht in freier Natur übernachten.

Das Hauptthema der Tour ist die Problematik der Plastikverschmutzung unserer Meere und der anliegenden Küsten.

Wir werden im Vorfeld Kontakt zu lokalen Umweltschutz-Gruppen aufnehmen, um uns mit ihnen über die aktuelle Situation vor Ort zu unterhalten. Gleichzeitig werden wir selber so viel Plastikmüll wie möglich einsammeln und bei Recycling-Höfen abgeben. Vor und auch während unserer Tour werden wir ein Netzwerk von NGO, Umweltgruppen und Privatpersonen aufbauen und diese, so oft es geht, persönlich treffen, um uns mit ihnen auszutauschen. Gleichzeitig wollen wir sie in ihren Aktionen unterstützen und über unser Netzwerk und die sozialen Medien promoten. Es soll möglichst viel öffentliche Aufmerksamkeit auf ihre Projekte gelenkt werden. Als einzige Gegenleistung werden wir sie darum bitten, unsere Fahrrad-Akkus bei ihnen aufladen zu dürfen:)

Wir werden unsere Tour mit GoPro, Iphone, Kamera und Drohne filmen und wie bei „Wilder wird’s nicht“ ein Buch über diesen Trip und die Umweltaktion schreiben. Ein Blog auf unseren Websites und Einträge bei Instagram und Facebook werden dafür sorgen, dass man immer über den aktuellen Stand unserer Reise informiert ist. Den gesammelten Plastikmüll werden wir mit einer Taschenwaage jeden Tag abwiegen und das Ergebnis für unsere Follower posten. So entsteht eine reale Vorstellung von dem Umweltproblem, auf das wir aufmerksam machen wollen.

Unser Partner für die Nordseeumrundung soll Ocean-Cleanup sein, die sich seit 2013 für nachhaltige Lösungen dieser weltweiten Bedrohung unserer Ozeane einsetzen, neue Technologien entwickeln und Ursachenforschung betreiben. Wir werden eine Spendenaktion für ein neues Müllsammel-Boot starten und die Community jeden Tag auffordern, solange zu spenden bis das Ziel erreicht ist.

Unsere Transportmittel werden zwei elektrifizierte Lastenfahrräder der Marke Velo-lap, https://de.velo-lab.de/cargo-bike, sein. Eine kleine Fahrradmanufaktur aus Bremen, die sich darauf spezialisiert hat, qualitativ hochwertige Bikes zu bauen, die Leichtgewicht mit größter Stabilität und Zuverlässigkeit vereinigen. Ganz abgesehen davon sehen die Cargo-Bikes auch noch extrem kultisch aus 🙂

Wir wollen mit unserer spektakulären 6000 km-Outdoortour zeigen, dass ein Lastenbike cool, zuverlässig und umweltfreundlich ist, und damit unserer Umweltschutzaktion einen weiteren Aspekt hinzufügen.

In unseren Augen sind diese Räder der Schlüssel für eine bessere Art der urbanen Mobilität. In Städten und Ballungsräumen können sie durchaus den Zweitwagen ersetzen, somit CO2 einsparen und das Parkplatzproblem reduzieren. Zudem sorgt es für Bewegung und damit für bessere Gesundheit. Spaß macht es übrigens auch!

Ein weiterer Punkt auf unserer Tour wird der persönliche Umgang mit Plastikvermeidung sein. Ob es die Körperhygiene, unser Essen oder Equipment betrifft: Wir wollen auch dort einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen und Anregungen geben, Neues auszuprobieren und so weit wie möglich auf Kunststoffe zu verzichten oder auf recyceltes Material zurückzugreifen.